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Nordswell Stuhlkreis

DIE LAHN

Bei Stand up Paddling Touren hat man die Möglichkeit die Natur in vollen Zügen zu erleben.

Von uns gibt es jetzt einen kleinen Bericht über unsere Tour auf der Lahn. Da wir in den letzten Jahren schon einige Touren auf Flüssen gemacht haben, hatten wir bei der Länge der Lahn (von nur 246 km) eine entspannte Tour vor uns. Dies sollte aber ein Fehleinschätzung gewesen sein, hierzu später mehr.

Die Ausrüstung war schnell gepackt. Übung und Erfahrung macht den Meister. Eine Materialliste für so eine Tour werde ich jetzt nicht aufführen, da so eine Liste stark von der jeweiligen Jahreszeit abhängig ist. Wer jedoch Interesse an einer Packliste hat, kann uns gerne anschreiben. Für die Lahn ist ein kleiner Rollenwagen sehr zu empfehlen, da die letzten Schleusen auf der Lahn Richtung Rhein umtragen werden müssen.

Wir sind bei unserer Sommertour in Marburg gestartet. Weiter flussaufwärts wird es im Sommer auf Grund der geringen Wassertiefe schwierig. Der Wasserstand kann doch recht schnell sehr niedrig sein. Allerdings sollte man eine kurze Finne, nicht länger als 10 cm dabei haben.

Auf der Lahn wurde uns schnell klar, das alles etwas länger dauert. Auch wenn am Startpunkt bei Marburg noch etwas Strömung herrschte, wurde die Strömung einige Kilometer flussabwärts doch sehr beschaulich. Doch gerade dieser Bereich der Lahn ist wundschön und sehr zu empfehlen. Des weiteren kommen in gewissen Abständen Schleusen oder Wehre. Zum Glück sind die Schleusen im oberen Bereich der Lahn alle eigenständig zu bedienen und somit auch für SUP Boards befahrbar. Die Reisegeschwindigkeit wurde allerdings von uns auf 15-25 Kilometer am Tag runterschraubt.

Eines der Highlights der Tour war sicher der Schiffstunnel bei Weilburg. Da wir unsere privaten Touren nicht bis ins kleinste Detail planen, waren wir über diesen Tunnel doch sehr überrascht. Der Tunnel ist ca. 200 Meter lang und man kommt über 3 Schleusenstufen seinem Ziel näher. Wir hatten bei unserer Tour viel Glück, denn in dem Tunnel waren wir an diesem Tag fast alleine (das kann auch viel…viel voller werden, wie uns gesagt wurde).

Durch das Schleusen, die Kanurutschen und die nicht vorhandene Strömung, wurde uns schnell klar, dass diese Tour anders werden würde als gedacht. Wir hatten uns vor dem Start vorgenommen, so wie in der Vergangenheit z.B. auf der Wesertour, im Schnitt 50 Kilometern pro Tag zu paddeln. Doch das war einfach nicht möglich. Aber das ist auf der Lahn auch nicht nötig, da dieser Fluss größtenteils wirklich wunderschön ist.

Irgendwann bekamen wir keine Erlaubnis mehr mit unseren SUP Boards zu schleusen. Auch wenn der erste Schleusenwärter super nett war, und uns die Situation schonend beigebracht hat, wurde das Schleusen deutlich anstrengender. Eine Möglichkeit durch die Schleusen zu kommen ohne sie zu umtragen gibt es jedoch: Kanufahrer, die auch die Schleuse durchfahren wollen, können die Boards hinter sich herziehen. Allerdings ohne Fahrer.

Danke an unsere Kanuhelfer!

Das Schleusen auf diese Weise hat einige mal gut geklappt, aber irgendwann hatten wir einfach kein Glück mehr und mussten die restlichen Schleusen umtragen.

Irgendwann, sind wir dann in Lahnstein angekommen. Juhu! Die restlichen wenigen Kilometer auf dem Rhein bis nach Koblenz sind wir dann, dank der Strömung im Rhein, mit Raketengeschwindigkeit gefahren. Kurz gesagt haben wir in acht Tagen die Lahn geschafft und die Lahn uns. Die nächste Tour wird wieder auf einem Fluss mit Strömung stattfinden. Oder vielleicht machen wir ja auch mal irgend etwas ganz anderes. Wir werden sehen! Jetzt stehen die kurzen Wintertouren an und die werden mit Sicherheit auch super.

Im nächsten Jahr werden wir hoffentlich auch wieder unsere mehrtägigen Touren mit Kunden auf Flüssen anbieten können.

Euer NORDSWELL SUP TEAM

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